Die Macht der informellen Führung
Was passiert, wenn nicht nur die Person im Organigramm führt? In dieser Folge von Crisis What Crisis diskutieren wir drei, Sven Adomat, Uwe Dotzlaff und Manfred Stockmann über die Macht informeller Führung. Und auch darüber, warum sie keineswegs automatisch eine Bedrohung für formelle Führung sein muss.
Gerade in flachen Hierarchien können informelle Führungspersönlichkeiten Teams enorm stärken: durch Fachkompetenz, Erfahrung, soziale Akzeptanz oder die Fähigkeit, Beziehungen zu fördern. Sie können Defizite einer formellen Führungskraft ausgleichen, schnelle Lösungen ermöglichen und Ansprechpartner auf Augenhöhe sein.
Doch die andere Seite gehört ebenfalls dazu: Was passiert, wenn informelle und formelle Führung gegeneinander arbeiten? Wenn Eigeninteressen, Karriereziele oder persönliche Macht wichtiger werden als das gemeinsame Ziel? Dann kann informelle Führung vom hilfreichen Korrektiv zum destruktiven Faktor werden.
Besonders spannend wird es in Krisen: Eine Führungskraft fällt plötzlich aus, Strukturen brechen weg und das Team muss sich selbst organisieren. Wer übernimmt jetzt Verantwortung? Wer wartet weiterhin auf Anweisungen? Und lässt sich ein Team auf solche Situationen sogar vorbereiten?
Fragen an unsere Zuhörer*innen:
• Wo erlebt ihr informelle Führung in eurem Arbeitsalltag?
• Wann wird sie zur Unterstützung und wann gerät sie zum Problem?
• Wer übernimmt bei euch Verantwortung, wenn die formelle Führung plötzlich ausfällt?
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